CAPRABO, unser täglich Brot gib uns heute … und bescheiße uns um 25%!
Ja, jetzt bin ich aber sauer!
Auf den ganzen Haufen!
Saftladen!
Seit Jahren erregt mich ja fast nichts mehr, aber jetzt werde ich mal künstlich wütend.
Das brauche ich ab und zu, damit ich fühle, noch Emotionen zu haben ![]()
Den Beschiss in Supermärkten hier auf der Insel nehme ich seit Jahren mit knirschenden Zähnen zur Kenntnis.
Daran gewöhnen konnte ich mich nie.
Ganz früher, zu Peseten-Zeiten, gaben von 10 Verkäuferinnen 1-2 dem dummen „Guiri“ (Tourist) zu wenig Geld heraus.
Deshalb bekam man als Ausländer soviel Kleingeld zurück. Eine ganze Hand voll war keine Seltenheit; der Zweck: das Nachzählen zu erschweren.
Nun gut.
Ich bekam das spitz und zählte eben nach.
Spanisch brauchte ich für meine häufigen Reklamationen damals nicht zu können, meine Mimik spricht Bände
…
Lexika!
Dicke Lexika.
Und wenn ich irgendwo böse hingucke, dann duckt sich alles ![]()
Manch errötende Kassiererin berichtigte ihren “Irrtum” dann unheimlich flott
CAPRABO®, ja, CAPRABO® ist ja heute mein Thema.
Mitte Dezember letzten Jahres kaufte ich mir Vorräte ein, denn eine meiner unbestimmten aber meist zutreffenden Vorahnungen sagte mir, daß ich das mit „Cary Grant“ ge-share-te
Auto bald nicht mehr zur Verfügung hätte.
Und ich „residierte“ vegetiere ja seit Mitte Dezember mitten in der Pampa.
Ich komme an anderer Stelle noch darauf zurück, gemach, gemach, nicht heute.
Erst sind die jetzt dran, die von CAPRABO®
Vorwegschicken muß ich, daß ich mir ein idetisches Zahlengedächtnis antrainiert habe, Zahlen machen mir ungeheuren Spaß.
Zu erwähnen ist auch, daß ich oft schon auf den Cent genau abgezähltes Geld in der Hand habe, bevor die Kassiererin mit ihrem Scannen überhaupt fertig ist
Das hat die Mädels schon oft verblüfft ![]()
So ungefähr 15-18 Produkte kann ich beim Einkauf fehlerfrei im Kopf addieren, das hält jung
Womit wollte ich Euch anwärmen?
Ach ja.
14.Dezember 2007.
Ich kaufte ein.
Bei CAPRABO®
Schlug auch richtig um mich, denn Sonderangebote von 40% auf Kaffee lasse ich mir natürlich nicht entgehen ![]()
Gleich 20 Pakete kaufte ich, mehr waren leider nicht vorhanden.
Der Vorrat würde aber zumindest bis in den März reichen, hatte ich mir zufrieden ausgedacht.
Eine schöne, stressfreie Zeitspanne mit preiswertem „Mulattenschweiß“.
Einige andere Dinge kaufte ich auch noch, hier spielen jetzt zunächst nur Eier und “frutas” eine Rolle.
An der Kasse hatte ich 36,48€ zu bezahlen, für die Menge an Waren bestimmt nicht, gefühlt aber doch zu viel.
Ich hatte so um die 36€ im Gefühl, aber eben nicht 36,48€
Zu Hause kontrollierte ich den Kassenbon.
Heh, die Eier sollten meiner Erinnerung nach 1,39€ das Duzendpaket kosten und die “frutas” – so eine Art nachgebautes Kellogs®-Zeug – waren im Sonderangebot und vor meinen Augen schwebte förmlich der Marktschreier: 1,85€ … aber hier auf dem Bon standen 2,12€.
Oh, ich kenn das, jedes Mal dasselbe.
Von 20 Produkten ist garantiert eines an der Kasse teurer, als am Regal ausgezeichnet. Nicht nur bei CAPRABO®. Das ist überall das selbe: EROSKI®, HIPER CENTRO®, seltener ALCAMPO®.
Billiger habe ich nur ein einziges Mal erlebt.
Wo ich das noch nie erlebt habe, das sind erstaunlicherweise die „deutschstämmigen“ Läden, also LIDL®, MÜLLER® und SCHLECKER®.
Wenn ich diese ® hier hinter jeden Namen knalle, dann in erster Linie, weil ich Markennamen sehr ernst nehme
Nun haderte ich mit mir aus einem anderen Grund:
Einen riesengroßen Kürbis hatte ich mir schon gekauft, den wollte ich zu einer köstlichen Suppe verarbeiten.
CAPRABO® hatte ein Sonderangebot: Einen Moulinex®-Rührstab.
Den hätte ich gut brauchen können, denn meinen letzten hatten diese Verbrechersöhne – das kommt ins Buch, das schreib ich nicht hier – neben anderen unbezahlbaren Werten auf den Müll geworfen.
Ich fuhr also abends nochmals zu CAPRABO®, erstand diesen „Batidor“ und vergewisserte mich, daß mein Preisgedächtnis astrein funktioniert.
Das hab’ ich natürlich auch gleich dokumentiert:


Und hier noch der Einkaufsbeleg.
Aha, mit den “frutas” war das ja nun ganz klar.
Keine Diskussion.
Spannend
wird aber die Nummer mit den Eiern
Da steht groß 1,39€. Das ist der Preis, den man als Kunde wahrnimmt.
Erheblich kleiner, unten rechts, steht 1,44 das Duzend, … und wie man sehen kann, erfuhren diese Eier dann auf dem Weg zur Kasse nochmals einen Wertzuwachs von 1 Cent.
![]()
Kosten die Eier einsneununddreißig, wenn ich den Karton dalasse,
… oder wie?
Das erklärte mir aber auch noch nicht die restliche Diskrepanz.
Liebe Leute, wie ist so etwas möglich, wenn nicht Absicht dahinter steckt?
In IT-Zeiten kann so etwas nicht vorkommen.
In Deutschland kommt es doch auch kaum vor, wieso hier so gehäuft?
Ich wiederhole nochmal, CAPRABO® ist da kein Einzelfall, höchstens ein schwarzes Schaf in einer ganzen Herde schwarzer Schafe
Aber die Sache mit den Eiern hatte Fortbestand. Hier noch ein Beleg aus dem Februar diesen Jahres, immerhin über zwei Monate später.
Das Personal auf die Fehler aufmerksam zu machen, habe ich längst aufgegeben. Es ist a) nicht meine Aufgabe und b) ändert sich bei dem Produkt am Preis nur in den seltensten Fällen etwas.
Ihren Job machen die meisten aus der Branche nämlich nicht sehr aufopferungswürdig.
Ich legte die Sache wieder beiseite, von EROSKI® bin ich es gewohnt, daß die mich bei meinem Lieblingswasser bei jeder Flasche um 1 Cent behumpsen und lange Zeit die Chorizo an der Kasse um 9% teurer war, als ausgezeichnet.
Darauf hatte ich z.B. 6 Mal hingewiesen
, zuletzt im April 2007, nachdem ich auch das dokumentiert hatte.
Bisher war EROSKI® mein einsamer Favorit im Rennen um die „Supermarkt-Zitrone“ ![]()
Aber EROSKI® hat ja jüngst CAPRABO® übernommen
Nun kommt aber der Hammer von gestern, da kann auch EROSKI® nix für, weil …, aber ich erkläre es besser ausführlich, denn jetzt bin ich es endgültig leid.
Ich kann rechnen – verdammt nochmal ! – und habe alle (für mein Hungerfühl) wesentlichen Preise im Kopf, weiß, was ich in welchem Supermarkt am günstigsten einkaufe.
Die Preisunterschiede betragen nämlich locker (!) von Supermarkt zu Supermarkt bis zu 60%, besonders bei Käse und Gemüse, meinen Hauptnahrungsmitteln.
Andres holte mich gestern früh ab, denn ich habe ja derzeit kein Auto zur Verfügung.
Ich wollte diesmal im CAPRABO® in Port de Pollença Brot, Milch und Kaffee einkaufen, mehr nicht, anschließend nur noch Tabak, die Post abholen und flott wieder an meine Arbeit zurück, denn ich hab’ viel zu tun und gestern war schließlich ein Vollmondtag
Gut, gesagt … gedacht … gemacht.
Später stand ich zu Hause in der Küche, hob meine Einkäufe aus der Tüte und wollte sie – den Liter Milch in der Rechten, das Brot in der Linken – beiseite legen.
»Komisch …«, dachte ich so bei mir, »… es kann doch unmöglich sein, daß dein linker Arm soviel mehr Kraft haben soll, als der rechte …«, denn links das Brot in meiner Hand – es war so groß, wie immer, wie ich es seit 2 Jahren kannte – kam mir erheblich leichter vor, als rechts die Tüte Milch, und beides sollte ungefähr gleich viel wiegen: Zirka ein Kilogramm.
Und ich bin Rechtshänder ; )
Mein Briefwaage, eine elektronische der besseren Bauart, Duracell® batteriebetrieben, war schnell gefunden.
Das wollte ich jetzt doch wissen.
Ergebnis: Das Brot wog nur 752g einschl. Tüte.

Wie bitte?
Ist das die Erklärung?
Seit geraumer Zeit schon kam ich mir sehr verfressen vor, kaute so im ungefähren Mittel anderthalb bis zwei Brote pro Woche weg.
Als Junggeselle ohne Küchenschaben
habe ich einen genauen Überblick, und das läuft immer nach dem gleichen Muster ab:
Das Brot wird jeweils geteilt, eine Hälfte gut verpackt und eingefroren, über die andere mache ich mich gleich gierig her, um anschließend mindestens anderthalb Tage zu fasten ![]()
Denn auf meine Figur, in meinem Alter ohne jeden Bauchansatz, bin ich stolz
und wenn ich von Frauen lauthals verlange, daß sie nicht zu verfetten haben, dann muß ich mit gutem Beispiel voran gehen
Das ist übrigens der Grund, warum ich in den letzten Jahren stets und oft vergeblich zum CAPRABO® gelaufen bin, um ausschließlich diese Art von Brot zu kaufen, welche sehr häufig ausverkauft war: Das übliche Weißbrot erzeugt jene Rettungsringe, die ich als (mindestens) Fahrtenschwimmer gar nicht brauche.
Ich hasse es auch, wenn ich am Schreibtisch sitze, und sich auch nur ein Bauchwulst hervortun will.
Dann kann ich mich nicht mehr konzentrieren
Aber ich schweife ab.
Ich hatte damals schon, also vor zwei Jahren – darauf schwöre ich Stein und Bein, genau darauf geachtet, daß ich laut Auszeichnung auf der Verpackung 1kg Brot kaufte.
Nun schaut Euch bitte dieses Etikett an, ich hab’ das komplette Brot nach der Wiegerei wütend auf den Scanner geschmissen:

Was sagt uns das?
Gut, Spanier können nicht rechnen, jedenfalls die breite Masse derer nicht
Heh! Ich mag Euch trotzdem
Mit Logik haben die es hier auch nicht so wahnsinnig, gerade das bringt mich oft zur Verzweiflung, manchmal aber auch zum Schmunzeln, das macht eben die mediterrane Lebensform aus.
Unpünktlich sind sie sowieso, aber das lassen wir für den Moment mal weg
, denn hier geht es ja um ganz etwas anderes:
Ich sehe auf der Etikettierung der Verpackung seit Jahren den Endpreis, darüber den Preis pro kg, wobei beides identisch ist, und bin als logisch denkender „Quadratkopf“, der in Mathematik immer recht gut stand und viele Jahre zur Schule gegangen ist, davon ausgegangen, wenn beides identisch ist, tatsächlich 1kg, Brot zu erstehen.
Eine Gewichtsangabe befindet sich keine auf dem Etikett.
Ne, war also nicht so.
Ich kaufe dort aus einer Auswahl von 4 Sorten, Weltmeisterbrot, Kürbiskernbrot, eine Art von Mehrkornbrot und – das billigste, ein Vollkornbrot. Meistens auch immer gleich zwei Arme voll und die friere ich dann ein, … die Brote natürlich, nicht die Arme ![]()
Man kann davon ausgehen, daß die Brote im Mittel 4,20€ kosten.
Nun laßt uns mal rechnen:
Bei 1,5 Broten (mindestens !) die Woche fehlten in zirka 100 Wochen (wir wollen ja nicht pingelig sein
) 250g x 1,5 = 375g x 100 = 37,5kg hochwertiges Rattenfutter ![]()
Da der angegebene Kilopreis rechtlich wohl bindend ist, hat mich CAPRABO® also locker um 37,5 x 4,20€ = 157,50€ beschissen.
Anders kann man das nicht ausdrücken.
Ich finde sowas nicht gut.
Und ich schreibe das hier, nicht um mich als Pingel zu outen, so bin ich gar nicht, sondern aus meinem tiefen Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheitsliebe, wozu auch korrekte Preisauszeichnung gehört.
Und ich schreibe das ebenfalls, weil gerade die Leute, die über das wenigste Geld verfügen, diejenigen sind, die sich weder vom Medium (dieser Seite z.B.), noch von der Sprache her artikulieren können.
So habe ich mich schon immer gesehen
… auf eine ganz seltene Art „sozialbewusst“.
Vor vielen Jahren habe ich mal mit recht „ungewöhnlichen“ Mitteln nacheinander so einen dreckigen, korrupten Amtsleiter eines städtischen Amtes und in einem anderen Fall ein ebenso widerliches faschistisches Polizistenschwein. Heh! Ich sage nichts gegen Polizisten, außer gegen diese eine spezielle Drecksau –
„abgesägt“
In der Wahl der Mittel verfüge ich über ungeheuren Ideenreichtum ![]()
Seien wir ehrlich: Es ist doch einfach so, daß das, was die beiden mit mir damals versuchten anzustellen, auch mit jedem anderen machten.
Und dann ist man als jemand, der sich artikulieren kann, bereits in der Verantwortung
Und das bin ich auch hier.
Sobald ich das hier veröffentlicht habe werde ich CAPRABO® um eine Stellungnahme bitten, zumindest über den Inhalt meines Blogs informieren.
Ich lasse diesmal auch ausnahmsweise Kommentare zu, die werden aber erst nach Revision freigeschaltet.
Eine Stellungnahme von CAPRABO® werde ich selbstverständlich ungekürzt veröffentlichen, wenn denn eine kommt.
Mein Aufruf jedenfalls an alle diese Märkte: Bemüht Euch endlich mehr um Wahrheit und Preisklarheit hier auf Mallorca, denn das ist Kundennähe.
Alles andere ist Mummpitz!
Übrigens könnte ich diese Story hier noch erweitern, aber das lasse ich heute mal ![]()
Ich finde, auch so ist das schon ein saudicker Hund!
Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Ich hab’ jedenfalls schon mal eine neue Kategorie eingerichtet: Nepp.
In Zukunft schreibe ich auch in dieser Richtung, was ich viel zu lange in mich reingefressen habe, und meine Leser sind gerne aufgefordert, mir eigene (aber bitte belegbare) Fälle von Beschiss zuzusenden.
Sowas muß aufhören.
Sowas ist unsozial.
Sowas ist arrogant!
Don „Rata“ Quichote
… und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern …
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klasse post, habe mich bald zerbrezelt vor lachen
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